{"id":164,"date":"2014-01-04T20:12:11","date_gmt":"2014-01-04T19:12:11","guid":{"rendered":"http:\/\/zoemobil.de\/?p=164"},"modified":"2014-03-17T00:09:11","modified_gmt":"2014-03-16T23:09:11","slug":"elektroauto-in-der-gemeinschaftsgarage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zoemobil.de\/?p=164","title":{"rendered":"Elektroauto in der Gemeinschaftsgarage"},"content":{"rendered":"<p>Vermutlich wird nicht jeder Mitb\u00fcrger, der sich ein Elektrofahrzeug w\u00fcnscht, \u00fcber einen Stellplatz auf dem eigenen Grundst\u00fcck oder sogar \u00fcber eine Garage mit Stromanschluss verf\u00fcgen. Dort w\u00e4re es ja relativ unkompliziert, einen Anschluss einzurichten, an dem das Fahrzeug \u00fcber Nacht aufgeladen werden kann.<\/p>\n<h3>Egon braucht einen Plan<\/h3>\n<p>In den Gro\u00dfst\u00e4dten sind es eher private Parkfl\u00e4chen in Wohnanlagen, die grunds\u00e4tzlich eine gute Voraussetzung daf\u00fcr bieten, eine eigene Ladem\u00f6glichkeit zu installieren. Nun ist, egal ob gemietet oder im Eigentum, der Parkplatz ggf. Teil des Gemeinschaftseigentums einer WEG. Nat\u00fcrlich kann er auch einem einzigen Eigent\u00fcmer geh\u00f6ren und von allen Nutzern gemietet sein.<\/p>\n<p>In jedem Fall m\u00fcssen zwei Bedingungen erf\u00fcllt sein: Erstens m\u00fcssen die technischen Voraussetzungen f\u00fcr die Installation von entsprechend vielen Ladestellen existieren und zweitens die oder der Eigent\u00fcmer sein OK zur Installation geben. Beides ist nicht unbedingt einfach zu erreichen. Je besser es jedoch geplant und kommuniziert wird, desto eher wird es gelingen. Wie die meisten Dinge. Gerade wir in Berlin haben da viel Erfahrung.<\/p>\n<p>Erst wenn man sein Ziel kennt, ist auch der Weg dorthin vern\u00fcnftig zu planen. Es w\u00e4re also gut, man \u00fcberlegt sich vorher, wieviele Flugzeuge&#8230; \u00e4h, Verzeihung, &#8230;Elektroautos vermutlich dort laden k\u00f6nnen sollen. Da man meines Erachtens von einer Zunahme der Elektromobilit\u00e4t in den Gro\u00dfst\u00e4dten rechnen kann, sollte man gleich zu Beginn einen gewissen Prozentsatz der Parkpl\u00e4tze in das Projekt mit einbeziehen.<\/p>\n<p>Viele Gro\u00dfst\u00e4dter haben ja nur relativ kurze t\u00e4gliche Wege und Verreisen mit dem Flugzeug &#8211; falls sie bereits einen Flughafen haben (Nun ist es aber mal gut!).<\/p>\n<p>Schaut man sich seine Nachbarn mal genau an, bekommt man schnell eine Vorstellung. Wer k\u00f6nnte sich sp\u00e4ter auch f\u00fcr ein Elektroauto interessieren, wenn einer den Vorreiter macht? In meiner Gemeinschaftsgarage komme ich auf einen m\u00f6glichen Anteil von etwa 10%.<\/p>\n<h3>Neue Anforderungen<\/h3>\n<p>Von der Zahl der zu versorgenden Stellpl\u00e4tze und der gew\u00fcnschten Ladeleistung h\u00e4ngt es n\u00e4mlich ab, ob die Kapazit\u00e4t des Hausanschlusses ausreichend ist. Dieser ist ja beim Bau der Anlage oder des Hauses einmal f\u00fcr den zu erwartenden Bedarf berechnet und ausgelegt worden. Und der Gesamtbedarf wird nur bei sehr neuen Objekten und sehr vorausschauenden Bauherren eventuell schon die Elektromobile mit einbeziehen.<\/p>\n<p>Da alle Autos gleichzeitig laden k\u00f6nnten, darf die neben der bisherigen Nutzung noch zur Verf\u00fcgung stehende Anschlusskapazit\u00e4t nat\u00fcrlich nicht \u00fcberschritten werden. Ist diese freie Kapazit\u00e4t knapp bemessen oder wurde die Zahl der Fahrzeuge zu gering eingesch\u00e4tzt, muss ein sogenanntes Lademenagement zum Einsatz kommen. Dieses w\u00fcrde die zur Verf\u00fcgung stehende Leistung gleichm\u00e4\u00dfig auf die verschiedenen Anschl\u00fcsse verteilen. Wenn m\u00f6glich, kann auch seitens des Netzbetreibers eine Erh\u00f6hung der Anschlussleistung f\u00fcr das Haus gepr\u00fcft und ggf. vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Es liegt auf der Hand, dass die Planung nicht ohne einen guten und erfahrenen Elektroinstallateur funktioniert. Er muss die technischen Sachverhalte beurteilen und bew\u00e4hrte L\u00f6sungen vorschlagen k\u00f6nnen. Es mag bei komplexeren Problemstellungen aber auch sinnvoll sein, wenn ein Ingenieurb\u00fcro zun\u00e4chst eine Planung macht und ein Leistungsverzeichnis erstellt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_300\" aria-describedby=\"caption-attachment-300\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Peach-ZOE-001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Peach-ZOE-001-300x224.jpg\" alt=\"Die rote ZOE (Foto: A. Stoye)\" width=\"300\" height=\"224\" class=\"size-medium wp-image-300\" srcset=\"https:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Peach-ZOE-001-300x224.jpg 300w, https:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Peach-ZOE-001-268x200.jpg 268w, https:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Peach-ZOE-001.jpg 448w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-300\" class=\"wp-caption-text\">Die rote ZOE<br \/>(Foto: A. Stoye)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dann k\u00f6nnen auf dieser Basis mehrere Betriebe vergleichbare Angebote f\u00fcr die Ausf\u00fchrung abgeben und diese neutral beurteilt und bei der Durchf\u00fchrung betreut werden.<\/p>\n<p>Ich hatte das Gl\u00fcck, gleich an einen sehr erfahrenen und kompetenten <a title=\"Paech Elektro GmbH\" href=\"http:\/\/www.paechelektro.de\/dcontent\/shop\/home\/leistung\/e-mobil&amp;menueactiveitem=\/core\/unsere_firma\/schwerpunkte\/e-mobil\" target=\"_blank\">regionalen Fachbetrieb<\/a> zu geraten. Dessen Chef ist sehr engagiert in Sachen Elektromobilit\u00e4t &#8211; sp\u00e4testens, seit er selbst eine h\u00fcbsche rot-wei\u00dfe ZOE f\u00e4hrt&#8230;<\/p>\n<h3>Vorteile f\u00fcr alle<\/h3>\n<p>Sind ein L\u00f6sungskonzept und belastbare Zahlen vorhanden, dann m\u00fcssen nat\u00fcrlich noch Genehmigungen eingeholt und die Kosten verteilt werden. Zun\u00e4chst sieht es ja so aus, als w\u00fcrden nur die Besitzer der Elektroautos einen Vorteil haben. Schaut man genauer hin, wird auch der Gewinn f\u00fcr die \u00fcbrigen Bewohner und die Eigent\u00fcmer sichtbar.<\/p>\n<p>1. Es wird leiser. Egal zu welcher Tages- und Nachtzeit ein Elektroauto ankommt oder wegf\u00e4hrt: Es wird wesentlich weniger Ger\u00e4usche machen, als ein Verbrenner. Wenn man seine Nachbarn mag und keine Gefahr besteht, kann man bei der ZOE sogar das Warnger\u00e4usch f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger abschalten und ger\u00e4uschlos auf seinen Stellplatz rollen. Geht bei anderen E-Mobilen bestimmt auch.<\/p>\n<p>2. Es wird ges\u00fcnder. Je nach Baujahr und Art des Verbrennungsmotors kann so ein Kaltstart ganz sch\u00f6n Treibstoff kosten. Ein gr\u00f6\u00dferer Anteil davon bleibt n\u00e4mlich unverbrannt. Auch Katalysatoren und Russfilter k\u00f6nnen erst bei Betriebstemperatur richtig arbeiten. Um den Nachtparkplatz von Verbrennern herum ist morgens, wenn alle losfahren, die Luft also besonders geschmackvoll.<\/p>\n<p>3. Es wird sauberer. Ein kritischer Blick auf den Anstrich einer Gemeinschaftgarage nach einigen Jahren zeigt, wieviel Ru\u00df aus dem Auspuff dort landet. Zwar ist der Diesel grunds\u00e4tzlich ein Energiesparmodell, aber beim Starten da staubt es. Parkt man aus Platzgr\u00fcnden mit dem R\u00fccken zur Wand, sieht es besonders nett aus.<\/p>\n<p>4. Es wird moderner. Die Attraktivit\u00e4t eines Wohnobjektes wird keinesfalls geringer, wenn f\u00fcr den Bewohner grunds\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit besteht, die Art seiner Mobilit\u00e4t frei zu w\u00e4hlen. Das steigert den Wohnwert und damit auch den Wert des Objektes. Nicht nur ausreichend viele Fahrradst\u00e4nder, eine sparsame Heizungsanlage und eine gepflegte Gr\u00fcnanlage sind positive Attribute f\u00fcr eine Wohnanlage, sondern auch die problemlose Installation einer Ladem\u00f6glichkeit f\u00fcr Elektrofahrzeuge.<\/p>\n<h3>Strombezug und Abrechnung<\/h3>\n<p>In jedem Prospekt f\u00fcr Elektroautos wird ja darauf hingewiesen: Auch ein elektrisches Fahrzeug verursacht CO\u00b2, wenn es nicht mit Strom aus regenerativen Energiequellen geladen wird. Daher ist erst mit der Wahl eines geeigneten Versorgers auch der Umweltaspekt wirklich ber\u00fccksichtigt. Das ist aber nicht bei jeder Installationsvariante f\u00fcr die Wallbox m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Idealerweise kann vor die Verteilung f\u00fcr den Anschluss der Ladeboxen ein separater Z\u00e4hler gesetzt werden. Diesen installiert der Netzbetreiber \u00fcber den daf\u00fcr zertifizierten Installateurbetrieb gegen eine Geb\u00fchr. Anschlie\u00dfend kann f\u00fcr diesen Z\u00e4hler ein Liefervertrag zum Beispiel mit <a title=\"Fahren mit naturstrom\" href=\"https:\/\/www.naturstrom.de\/index.php?id=100234&amp;no_cache=1&amp;sword_list[]=elektromobil\" target=\"_blank\">naturstrom AG<\/a> abgeschlossen werden. Hier bekommt man f\u00fcr einen Aufkleber auf dem Fahrzeug sogar noch ein j\u00e4hrliches Guthaben. Da die Elektromobilit\u00e4t von naturstrom ausdr\u00fccklich gef\u00f6rdert wird, stimmen diese auch der Weiterverteilung von Strom an die anderen Nutzer zu, was nicht jeder Versorger erlaubt.<\/p>\n<p>Denn f\u00fcr den Liefervertrag muss es ja einen Vertragspartner geben. Das kann die WEG sein oder ein einzelner Eigent\u00fcmer, der zun\u00e4chst die Rechnung \u00fcbernimmt und den anderen Nutzern via Zwischenz\u00e4hler weiterberechnet. Ein anderes Modell wurde von <a title=\"Ladeinfrastruktur in Wohnobjekten\" href=\"http:\/\/www.thenewmotion.de\/geschaftskunden\/mietwohnung\/\" target=\"_blank\">TheNewMotion GmbH<\/a> entwickelt, die auch Beratung und Unterst\u00fctzung bei der L\u00f6sungsuche anbieten. Die schlauen <a title=\"Ladestationen von TheNewMotion\" href=\"http:\/\/www.thenewmotion.de\/produkte\/ladestationen\/\" target=\"_blank\">Ladestationen<\/a> von TheNewMotion erkennen per RFID-Karte den Benutzer und \u00dcbermitteln die Daten an die Firma, die dann die Abrechnung der Verbrauchskosten \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>In einigen F\u00e4llen kann es baulicherseits nat\u00fcrlich auch m\u00f6glich sein, eine Zuleitung direkt vom Z\u00e4hler des Nutzers zu seinem Stellplatz zu legen und dort seine Wallbox zu versorgen. Dann f\u00e4llt die separate Abrechnung nat\u00fcrlich weg, man spart eine Grundgeb\u00fchr, ist automatisch bei seinem bevorzugten Versorger und es muss nur die Genehmigung des Eigent\u00fcmers eingeholt werden.<\/p>\n<p>Ist es dagegen nur m\u00f6glich, sich an die Hausstromversorgung anzuschlie\u00dfen, kann der Versorger nat\u00fcrlich nicht frei gew\u00e4hlt werden. Unter Umst\u00e4nden ist das ja ein guter Anlass f\u00fcr den Eigent\u00fcmer, mal die Preise zu vergleichen und das Image des Hauses in Bezug auf Umweltfreundlichkeit zus\u00e4tzlich aufzum\u00f6beln.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzung M\u00e4rz 2014: Inzwischen habe ich auch vom Konzept von <a href=\"https:\/\/ubitricity.com\/de\/\" title=\"Ubitricity\" target=\"_blank\">ubitricity<\/a> geh\u00f6rt. Sie wollen nicht nur Lichtmasten, Laternen und Parkh\u00e4user mit Systemsteckdosen ausstatten, sondern haben auch eine ganz neue Idee zur Abrechnung des Stroms: Das spezielle Anschlusskabel hat einen integrierten Z\u00e4hler. Dar\u00fcber wird der bezogene Strom nicht nur der Steckdose sondern auch dem Kunden zugeordnet.<\/p>\n<p>Auf diese Weise k\u00f6nnte man auch hinter dem Hausstromz\u00f6hler \u00d6kostrom beziehen, denn was dem Einen berechnet wird, bekommt der Andere automatisch verg\u00fctet. Besonders bei geringen Anschlussleistungen und wenigen Fahrzeugen pro Anlage k\u00f6nnte das eine praktikable L\u00f6sung sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vermutlich wird nicht jeder Mitb\u00fcrger, der sich ein Elektrofahrzeug w\u00fcnscht, \u00fcber einen Stellplatz auf dem eigenen Grundst\u00fcck oder sogar \u00fcber eine Garage mit Stromanschluss verf\u00fcgen. Dort w\u00e4re es ja relativ unkompliziert, einen Anschluss einzurichten, an dem das Fahrzeug \u00fcber Nacht aufgeladen werden kann. Egon braucht <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/zoemobil.de\/?p=164\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,6,10],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164"}],"collection":[{"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=164"}],"version-history":[{"count":39,"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":507,"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164\/revisions\/507"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=164"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=164"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zoemobil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=164"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}