{"id":897,"date":"2015-01-11T16:55:38","date_gmt":"2015-01-11T15:55:38","guid":{"rendered":"http:\/\/zoemobil.de\/?p=897"},"modified":"2015-11-08T13:31:14","modified_gmt":"2015-11-08T12:31:14","slug":"gutes-neues-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zoemobil.de\/?p=897","title":{"rendered":"ZOE 2014: Ein R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1207\" aria-describedby=\"caption-attachment-1207\" style=\"width: 675px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/R\u00fcckblick-675x507.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/R\u00fcckblick-675x507.jpg\" alt=\"R\u00fcckblick nach vorn\" width=\"675\" height=\"507\" class=\"size-full wp-image-1207\" srcset=\"https:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/R\u00fcckblick-675x507.jpg 675w, https:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/R\u00fcckblick-675x507-300x225.jpg 300w, https:\/\/zoemobil.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/R\u00fcckblick-675x507-268x200.jpg 268w\" sizes=\"(max-width: 675px) 100vw, 675px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1207\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckblick nach vorn<\/figcaption><\/figure>\n<p>Allen Besuchern dieses Blogs w\u00fcnsche ich ein gesundes, sch\u00f6nes und erfolgreiches Jahr 2015!<\/p>\n<p>\u00dcblicherweise bringt das letzte Quartal immer viel Arbeit mit sich und so ist der letzte Beitrag eine ganze Weile her. Aber die Gelegenheit ist gut, mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben und ein kleines Res\u00fcmee zu den Erfahrungen der ersten 8 Monate mit dem Elektroauto zu verfassen.<\/p>\n<h3>T\u00e4uschung und Ent-T\u00e4uschung<\/h3>\n<p>Das vergangene Jahr hat bez\u00fcglich der Elektromobilit\u00e4t viel Neues gebracht, auch wenn sich zum Ende hin die \u00f6ffentliche Wahrnehmung und Diskussion meines Erachtens deutlich reduziert hat. Ein Grund m\u00f6gen viele andere Themen sein, die die Menschen gesellschaftlich und privat besch\u00e4ftigen. Ich sehe aber auch, dass sich vor allem einige Medien zun\u00e4chst sehr euphorisch mit Elektroautos besch\u00e4ftigt haben &#8211; und dann ihre h\u00e4ufig naiven Vorstellungen entt\u00e4uscht sahen. Der Entt\u00e4uschung folgte dann eine eher negative und oft unsachliche Kritik bez\u00fcglich der Fahrzeuge.<\/p>\n<p>Viele Autohersteller haben 2014 Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf dem Markt, denen unterschiedliche Konzepte und Strategien zu Grunde liegen. Allen gemein ist, dass sie einen Kompromiss darstellen, der Alltagstauglichkeit mit einem f\u00fcr die Zielgruppe (noch) akzeptablen Preis verbinden muss. Die grundlegende Frage, die zum Beispiel BMW in seiner Werbung f\u00fcr den i3 stellt, ist: Passt die E-Mobilit\u00e4t zu Ihrem Leben? Die Antwort darauf k\u00f6nnten viele Autofahrer mit einem klaren Ja beantworten, vor allem, wenn am Stellplatz des Fahrzeugs ein Stromanschluss m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Die W\u00fcnsche und Vorstellungen sind oft aber andere: der Konsument tr\u00e4umt von einem preiswerten Elektroauto, das so weit und schnell fahren kann, wie ein Verbrenner, und das sich ebenso schnell und unkompliziert mit neuer Energie versorgen l\u00e4sst. Und die Politik erwartet weiterhin ebenso blau\u00e4ugig, dass ein Markt, der sich sehr erfolgreich auf einen fossilen Energietr\u00e4ger und dessen Infrastruktur eingestellt hat, gegen alle betriebswirtschaftlichen Grunds\u00e4tze einer neuen und schwierigen Aufgabe zuwendet, ohne dazu gezwungen zu sein.<\/p>\n<p>Beides wird sich auch im kommenden Jahr nicht erf\u00fcllen lassen. Wer sich jedoch realistisch mit der Elektromobilit\u00e4t besch\u00e4ftigt und f\u00fcr sich darin einen praktikablen Weg sieht, wird auch die vielen Vorteile der Elektroautos schon mit heutigen Modellen nutzen k\u00f6nnen &#8211; und eine Menge Spa\u00df damit haben.<\/p>\n<h3>R\u00fcckspiegel<\/h3>\n<p>Die Entscheidung f\u00fcr ein Elektroauto &#8211; und besonders f\u00fcr die ZOE &#8211; hat sich f\u00fcr mich als IT-Dienstleister jedenfalls ebenso als richtig und erfolgreich erwiesen, wie als privater Autofahrer. Ich habe rund 7.500km zur\u00fcckgelegt, etwa 70% davon in Stadt und Umland, und dabei an der eigenen Ladestation etwa 1050 kWh Naturstrom geladen. Daf\u00fcr sind laufende Kosten von etwa \u20ac300 entstanden.<br \/>\nHinzu kamen einige Kilowattstunden an \u00f6ffentlichen Ladestationen und privaten Stromanschl\u00fcssen auf Reisen, l\u00e4ngeren Fahrten ins Umland und zum Testen.<\/p>\n<p>Ganz selten wurde im Alltag unterwegs geladen, um die Reichweite zu verl\u00e4ngern. Wirklich zwingend notwendig war es jedoch nie. Ich bin bzw. w\u00e4re immer mit einem Rest von 35-40km zu Hause angekommen. Nur zwei Mal waren es 15km bzw. sogar nur 8km Restreichweite, weil ich am Zielort keine M\u00f6glichkeit zum Laden hatte. Er lag rund 75km entfernt und bei der zweiten Fahrt gab es dort einen Temperatursturz mit Bodenfrost. Da musste ich bei der R\u00fcckfahrt schon sehr sparsam sein, um zu Hause anzukommen, h\u00e4tte aber auch bereits fr\u00fcher zur Not einen Ladestopp einlegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Auto selbst hat alle Anforderungen erf\u00fcllt und sich als verl\u00e4sslich erwiesen. An der ZOE sind keinerlei Defekte aufgetreten und ihr Konzept hat sich in allen Bereichen als hervorragend bewiesen:<\/p>\n<p><strong>Ausreichend Transportkapazit\u00e4t und gute Innenabmessungen<\/strong>, um mehrere Fahrg\u00e4ste und gleichzeitig auch Gegenst\u00e4nde wie Werkzeuge und Ger\u00e4te oder auch gelegentlich Baumaterial, einen Rollstuhl oder ein gr\u00f6\u00dferes Teleskop bequem zu bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Wendigkeit, Dynamik und kompakte Ma\u00dfe<\/strong>, um im Stadtverkehr Spa\u00df zu haben und enge Parkl\u00fccken und Einfahrten problemlos meistern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Gute Reichweite und schnelles Laden<\/strong> auf l\u00e4ngeren Fahrten \u00fcber Land. Dabei lag die angezeigte Reichweite bei etwa 160km bis zu 185km. Zum Beispiel beim Laden nach ca. 135km Fahrt \u00fcber die Landstra\u00dfe war nach 55 Minuten der Akku auf 100% und die Weiterfahrt m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Ordentliche Reisegeschwindigkeit auch beim Fahren \u00fcber Autobahnen<\/strong>, wobei die Reichweite bei 120km\/h bis 130km\/h dann nat\u00fcrlich entsprechend geringer wird. Das lie\u00df sich aber verl\u00e4sslich mit der Reichweitenanzeige planen und gut von Fall zu Fall anpassen.<\/p>\n<p><strong>Hervorragendes Navi als Teil der Bordelektronik<\/strong>, das hilfreiche Informationen liefert, sowohl auf bekannten Strecken durch Optimierung des Weges bei Verkehrsst\u00f6rungen, als auch auf l\u00e4ngeren Routen mit f\u00fcr die Reichweite optimiertem Profil. Einige Bedienungsschritte und Funktionen des Bordcomputers erfordern jedoch weiterhin Verbesserung. Dies ist in einigen F\u00e4llen durch Updates der Software bereits geschehen und bei heutigen &#8222;rollenden Computern&#8220; auch nicht ungew\u00f6hnlich.<\/p>\n<h3>Winterbetrieb problemlos<\/h3>\n<p>Die Heizung ist wirkungsvoll und sorgt schnell f\u00fcr angenehme Temperaturen. Durch die W\u00e4rmepumpe bleibt der Stromverbrauch im erwarteten Rahmen. Sicherlich war der Winter bisher mild, aber gro\u00dfe Unterschiede beim Energieverbrauch f\u00fcr das Heizen fielen zwischen +4 Grad und -4 Grad jedenfalls nicht auf. Die Dauer der jeweiligen Fahrt sorgt f\u00fcr eine auff\u00e4lligere Wirkung auf die Reichweite. Bei l\u00e4ngeren Fahrten muss die Temperatur nur einmal erreicht und dann gehalten werden. Das f\u00fchrt zu vermutlichen Reichweiten um die 100 bis 120km. Bei Kurzstrecken in der Stadt k\u00fchlt der Innenraum jedoch immer wieder vollst\u00e4ndig ab, was sich auf eine weiter reduzierte Reichweite von 80 bis 100km auswirkt.<\/p>\n<p>Das Fahren auf Schnee und glatter Stra\u00dfe ist ebenfalls erfreulich unkompliziert, vor allem bei Aktivierung des ECO-Modus. Die ZOE l\u00e4sst sich dann dank des reduzierten Drehmoments gut beschleunigen und durch die Rekuperation leicht kontrollieren. Wie viel die gew\u00e4hlten Winterreifen dabei ausmachen, kann ich schwer sagen. Jedenfalls hatte ich wegen des relativ hohen Gewichtes und des hohen Drehmoments eher mit Problemen gerechnet, wurde aber sehr angenehm entt\u00e4uscht.<\/p>\n<h3>Das Fazit f\u00fcr &#8222;2014 elektrisch&#8220;<\/h3>\n<p>Wirtschaftlichkeit und Reichweite sind nicht nur eine Frage des Produktes &#8222;Elektroauto&#8220;, sondern auch und vor allem der Infrastruktur zum Laden und deren politischer F\u00f6rderung. Das \u00f6ffentliche Schnellladen an Fernstra\u00dfen w\u00fcrde den Nutzen eines heute \u00fcblichen Elektroautos \u00fcber die einfache Reichweite des Akkus hinaus erh\u00f6hen und die Akzeptanz erweitern. Eine derartige preiswerte Infrastruktur sollte also gesellschaftlich ge- und bef\u00f6rdert werden. Das w\u00fcrde auch den Autoherstellern das Signal vermiteln, Ihre Produkte besser darauf einzustellen. Konzepte, die auf teure Infrastruktur zum Schnelladen setzen sind zwar technisch weiter gedacht, behindern aber die schnellere Verbreitung der Technologie auf der Basis der existierenden Energietechnik.<\/p>\n<p>Wenn die Gesellschaft also eine Ver\u00e4nderung hin zu erneuerbaren Energien als Quelle f\u00fcr eine gro\u00dfe Zahl von Fahrzeugen w\u00fcnscht, muss sie die Elektromobilit\u00e4t eine zeitlang finanziell f\u00f6rdern und gesetzlich unterst\u00fctzen. Nur so k\u00f6nnen die Belastungen f\u00fcr K\u00e4ufer derzeit noch teurerer Elektrofahrzeuge reduziert, die Schaffung privater Ladeinfrastruktur erleichtert und somit die Verbreitung beschleunigt werden.<\/p>\n<p>Ein Elektroauto hat innerhalb seiner einfachen Reichweite aber schon jetzt erhebliche Vorteile und Annehmlichkeiten gegen\u00fcber dem Verbrenner, besonders wenn es am n\u00e4chtlichen Standort problemlos geladen werden kann. Die Technik ist vor allem auf der mechanischen Seite sehr unkompliziert und daher \u00e4u\u00dferst wartungsarm. Die Bedienung und auch das Fahren ist sehr einfach und bequem. Wer sich an Smartphones heranwagt, kommt auch mit den elektronischen Bedienelementen eines Elektrofahrzeuges gut zurecht. Das Laden an eigener Infrastruktur ist verl\u00e4sslich und unkompliziert, an \u00f6ffentlichen Lades\u00e4ulen kann die Situation aber unerwartet schwierig sein und mehr Aufwand erfordern. In der Regel stellt das aber schon nach kurzer Zeit kein Problem dar.<\/p>\n<p>Die Erwartungen, das Nutzungsprofil und die Motivation sind meines Erachtens die wesentlichen Faktoren daf\u00fcr, ob ein Elektroauto f\u00fcr einen Benutzer eine sch\u00f6ne neue Erfahrung mit Suchtpotenzial ist oder ein absolutes Desaster wird. Wer schon beim Einschalten der Deckenbeleuchtung an die Grenzen seines technischen Verst\u00e4ndnisses ger\u00e4t, t\u00e4glich 2000km am St\u00fcck zur\u00fccklegen muss und glaubt, dass man die Energie f\u00fcr diese Strecke in einer halben Stunde am Zigarettenanz\u00fcnder eines anderen Autos beziehen kann, wird von der Realit\u00e4t wohl nicht begeistert sein. Er sollte sich diese f\u00fcr ihn unangenehme Erfahrung sparen.<\/p>\n<p>Wer dagegen sauber und leise unterwegs sein m\u00f6chte, dabei in der Regel t\u00e4glich Strecken bis zu 120km f\u00e4hrt und zu Hause am Stellplatz aufladen kann, der findet schon heute ein geeignetes Fahrzeug und wird an der Technik und deren Verwendung sicherlich auch viel Spa\u00df haben.<\/p>\n<p>In diesem Sinne nochmals allen ein sch\u00f6nes &#8211; und vielleicht elektromobiles &#8211; 2015!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allen Besuchern dieses Blogs w\u00fcnsche ich ein gesundes, sch\u00f6nes und erfolgreiches Jahr 2015! \u00dcblicherweise bringt das letzte Quartal immer viel Arbeit mit sich und so ist der letzte Beitrag eine ganze Weile her. 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