Eine Erfolgsgeschichte über 30.000km

Kein Blick zurück im Zorn

Dreieinhalb Jahre sind vergangen und noch immer summt sie durch die Stadt und über Land – meine ZOE. Wie es ja meistens ist, hat sich der Reiz des Neuen zwar etwas abgeschwächt, aber der Spaß an den vorteilhaften Eigenschaften des Elektroautos ist geblieben. Nachteile im Alltag sind dagegen nicht aufgetreten. Die Betriebskosten sind sogar von Jahr zu Jahr weiter gesunken.

Mein Fazit: Die Entscheidung für die ZOE war gut – und ich werde sie wiederholen.

Alltagstauglich

Selbst ein Rolli passt da rein. Und dennoch fünf Passagiere!

Der Begriff bedeutet natürlich für jeden etwas anderes. In meinem Alltag bin ich mit unterschiedlichem Gepäck in Berlin und Umgebung unterwegs, um Kunden aufzusuchen, Ware einzukaufen und ähnliches zu erledigen.

Meine privaten Fahrten beinhalten aber mitunter auch schon einmal den Transport eines handelsüblichen Rollstuhls und/oder mehrerer Mitfahrer. All das klappt mit der ZOE ganz hervorragend, ohne Einschränkungen und sogar gleichzeitig.

Das Auto hängt im Durchschnitt alle drei oder vier Tage an seinem Parkplatz abends an der Wallbox und lädt dann in zwei bis drei Stunden wieder voll. Zeitraubende Fahrten zur Tankstelle entfallen dadurch. Das An- und Abstöpseln des Kabels dauert keine 30 Sekunden und ist kinderleicht.

Verlässlich

Es gab keinen Ausfall der ZOE, sie war immer verfügbar und funktionierte einwandfrei. Noch nicht einmal eine Glühlampe (ja, so etwas gibt es bei ZOE noch!) war defekt.

Im letzten Winter tauchte jedoch eine Warnung im Display bezüglich der 12V-Bordbatterie auf, die dann außerplanmäßig einige Wochen vor dem regulären Wartungstermin getauscht werden musste. Wie man so hört, zeigen alle Fabrikate ähnliche Effekte nach etwa drei Jahren. Die Bordsysteme von E-Mobilen funktionieren ja wie bei allen übrigen Autos mit 12V Spannung und die liefert ein klassischer Blei-Akku. Nach kalten Nächten hat er beim „Starten“ also gemuckt, aber schon nach kurzer Fahrt verschwand die Warnung jeweils wieder. Der Austausch löste das Problem, bevor es eines wurde.

Die Reichweite mit vollem Fahrakku ist bisher gleich geblieben. Alle etwa 150km muss man an eine Ladestation. Im Winter, bei Kurzstrecke und mit Heizung sollte man nach etwa 120km eine Gelegenheit zum Laden haben.

Hier gehts flott weiter: 20 Minuten Boxenstop an der A2

Stand September 2017 gibt es in der Öffentlichkeit beinahe 15.000 Anschlüsse für Elektroautos, an denen die ZOE ohne weiteres Zubehör Wechselstrom laden kann. An mehr als 10.000 Ladepunkten ist der Akku der ZOE in weniger als einer Stunde wieder voll. Das ist besonders wichtig für Fahrtziele, die mehr als 150km weit entfernt sind.

Durch die längere benötigte Ladezeit sind die übrigen 5.000 öffentlichen Anschlüsse eher für das Laden über Nacht oder während der Arbeit geeignet. Darüber hinaus ist wie bei allen Elektroautos das Laden an einer „normalen“ Haushaltssteckdose möglich. Dafür braucht es halt mehr Zeit.

Günstig im Unterhalt

Auch hier muss man sicherlich verschiedene Perspektiven berücksichtigen. Es gibt da zum Beispiel den E-Golf eines guten Freundes mit deutlich niedrigerem Stromverbrauch. Das wird durch einen stärkeren, aber auch teureren Elektromotor erreicht, der langsamer drehen kann und dadurch effektiver arbeitet. So braucht der E-Golf für dieselbe Strecke unter denselben Bedingungen weniger Strom.

Insgesamt jedoch, ist der Preis des E-Golfs um einiges höher. Natürlich bekommt man dafür auch eine Menge sehr fortschrittlicher Systeme wie zum Beispiel einen abstandsüberwachten Tempomat und ein hochwertiges Ambiente. Aber dessen Mehrpreis muss man anteilig an jedem Tag und für jeden Kilometer zu den Betriebskosten addieren.

Die ZOE ist daher für mich der beste Kompromiss. Damit zu fahren macht Spaß, es ist leise und verläuft unkompliziert. In den drei Jahren hat mir kein Feature so sehr gefehlt, dass ich es ernsthaft vermisst hätte. Das Navi ist prima, mein Handy verbindet sich leicht. Telefonate und Musik laufen über die Bluetooth-Verbindung mit erstaunlich gutem Klang.

Die Betriebskosten aus einer Wartungspauschale und dem Strom, den ich zum Fahren brauchte, sind insgesamt nicht zu unterbieten. Es gibt Berechnungen des ADAC, die dem e-up! und den sogenannten „Drillingen“ von Mitsubishi, Peugeot und Citroen etwas günstigere Betriebskosten bescheinigen. Dafür brauchen diese Modelle aber für das Schnellladen auf jeden Fall Gleichstrom, teilweise sogar eine teure Sonderausstattung und lassen sich nicht so ohne weiteres auch mal auf längeren Strecken bewegen. Die ZOE hat bereits alles an Bord, was man auch für diese Fälle braucht. Für mich einfach ideal.

Ein persönliches Resümee

Es gibt viele gute Elektroautos. Alle sind alltagstauglich. Dies ist jedoch ein Blog für die ZOE und das hat auch seinen Grund: Ich kann anderen, deren Ansprüche meinen ähnlich sind, gerade dieses Auto als eine sehr gute Lösung mit einem breiten Einsatzspektrum wärmstens empfehlen. Macht doch mal eine Probefahrt und schaut, ob es auch für Euch passt.

Heute war ich beim Händler meines Vertrauens. Im April 2018 ist der Leasingvertrag für das aktuelle Auto zu Ende. Ich habe eine neue ZOE bestellt. Mit fast doppelt so großem Akku und … Sitzheizung! Alles andere bleibt wie es ist.

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